Autogas, auch LPG genannt, ist ein fossiler Brennstoff, der bei der Förderung von Erdöl
und Erdgas gewonnen wird. Seine hauptsächlichen Bestandteile sind Propan und Butan.
Bei etwa einem Druck von 8bar verflüssigt sich das LPG und verringert dadurch zum größten
Teil sein Volumen. Das macht Autogas für die Automobilindustrie so interessant. Etwa 1000
Liter gasförmiges Gas ergeben nach Druckeinwirkung etwa 4 Liter flüssiges LPG bei gleichem
Energiegehalt. So lassen sich auch große Energiemengen ganz einfach in einem Kraftfahrzeug
speichern und transportieren.
LPG-Umrüstung bei einem KFZ
Die Autogasumrüstung kann in den meisten Fällen relativ unkompliziert durchgeführt werden,
wobei die Kosten je nach Fahrzeug und Art der Autogas-Anlage zwischen 1.150 Euro und 3.500 Euro
variieren.
Momentan kann fast jeder Ottomotor umgerüstet werden. Ausgenommen sind jedoch noch Motoren
mit einer Benzindirekteinspritzung.
Bei einer Umrüstung gibt es drei verschiedene Einbaumöglichkeiten:
In der Reserveradmulde (34 bis 94 Liter Fassungsvermögen)
Im Kofferraum (34 bis 94 Liter Fassungsvermögen)
Unterflurtanks
Je nach Tankgröße und Verbrauch können Reichweiten von 350 km bis hin zu 1000 km erzielt
werden. Dabei bleibt der alte Benzintank jedoch erhalten. Der Grund dafür ist, dass in den
meisten Fällen erst ab einer Motortemperatur von ungefähr 30°C entweder manuell oder
automatisch
auf Autogas umgestellt werden kann.
Die Anschlusssysteme
Zurzeit gibt es drei verschiedene Anschlusssysteme bei einer Betankung mit Autogas:
ACME-Anschluss (Belgien, Deutschland, Irland, Luxemburg, USA, Kanada, Australien (teilweise:
Österreich und Schweiz))